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Harmjoy - Silver Lining of the Mushroom Cloud (CD)
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Harmjoy - Silver Lining of the Mushroom Cloud (CD)1

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Date Added: 09/25/2014

by G. Pawlowski

Der Hype um Harmjoy reißt nicht ab und zwischenzeitlich ist ihr kommendes Debütalbum „Silver Lining Of The Mushroom Cloud“, dank guter Promotion, in aller Munde. Wer nun absolute Musikneulinge erwartet, wird erstaunt sein, wer sich hinter diesem Zwei-Mann-Projekt verbirgt. Gleichzeitig wird man den Kopf schütteln, ob das gut gehen kann. Angekündigt wird Harmjoy als deutsch-amerikanisches Future-Pop-Duo. Die Beschreibung ihres Musikstiles wirkt obskur. Wortwörtlich lautet der Promo-Text: „Mit ihrem Debütalbum ”„Silver Lining Of The Mushroom Cloud“ schafft es das deutsch-amerikanische Elektro-Synth Duo HARMJOY, die Beats absoluter Spitzentechnologie und die Kalter-Krieg-Ästhetik des Fetisch hinter verschlossenen Türen des Spießertums der 50er beängstigend zu vereinen.“ Wenn man nun noch bedenkt, dass hinter dem ganzen Projekt zwei alte Hasen stecken, nämlich Ølåf Å. Reimers (Mastermind Tyske Ludder) und Dan von Hoyel (Frontmann von Titans) erwartet man ein widersprüchliches und ähnlich verstörendes Album, wie es der Bandname ja bereits vermuten lässt. Mit den beiden EPs „Inside Out“ und „Pain Decay“, haben die beiden Musiker bereits im Mai bzw. im Juli diesen Jahres eine Kostprobe ihres musikalischen Könnens und ihres außergewöhnlichen Stiles abgeliefert. Am 26. September 2014 erscheint nun der erste Longplayer über 73 Seconds Bismarck Records und das nicht nur als herkömmliche CD, sondern auch in einer auf 55 Stück limitierten Holzbox, mit einem zusätzlichen Remix-Track.

HarmjoyMit leisen Klaviertönen und weitläufigen Synthflächen startet „Manifesto“ als reines Instrumentales Intro, welches mit der Aufforderung: „Harm Joy forces thoughts in order to free your mind. Listen“ endet. Nach dieser recht melodiösen Einleitung ist man dazu nur all zu gerne bereit. „The Quiet“ überrascht direkt mit warmen und weichen Vocals. Der flotte und eingängige Sound bleibt unaufdringlich im Hintergrund, weil die Stimme einen – teils hypnotisch – in ihren Bann zieht. Etwas drängender ist das bereits vorab als EP erschiene „Inside Out“. Die Beats sind bestens für den Dancefloor geeignet. Track für Track scheint sich diese Clubtauglichkeit noch zu steigern. Bei „My Tears Fall“ fallen die hypnotischen Synthloops auf, die einen immer tiefer in die Melodie ziehen, bis einem schwindelig wird. Hier klingen bereits leichte Anleihen an härtere Industrial-Beats durch, die im folgenden „Pain Decay“ noch deutlicher herausbrechen. Die leichten Industrial-Anleihen mit den prägnanten Percussions, erinnern so ein wenig an Project Pitchfork. Und abermals zieht auch dieser Track auf die Tanzfläche. In wie weit würde sich dies jetzt noch steigern lassen? „Submarine“ schlägt eher einen ruhigeren und düsteren Ton an. Die Szenerie eines U-Boots wird hier akustisch perfekt wiedergegeben. Der Gesang wabert und spielerisch werden Echolotklicks eingebunden. „We Can Pass“ setzt das ursprüngliche Klangkonzept jedoch wieder fort und verleitet sofort zum Mitgrooven. Abermals wird mit eingängigen Hooklines gespielt, die nicht nur aus den Vocals bestehen, sondern auch aus immer wiederkehrende Synthpassagen. Das Erfolgsrezept für „Whispers & Rumors“ ist wieder eine Mischung aus altbewährtem Synth-Pop, gepaart mit Industrial und EBM-Elementen. Der Sound geht mit den ersten Klängen direkt in die Beine. „We Keep Circling“ schmeichelt sich gesanglich in den Gehörgang, während die Synths gefährlich an selbigen kratzen. Einen Ausflug in die härteren EBM-Beats wagt „First Person Shooter“, ist dies wieder deutlich flotter und tanzbarer unterwegs, als sein direkter Vorgänger. Auch „Your Best Weapon“ kann da locker mithalten, wirkt aber fließender. Als störend fallend hier die Dubstep-Passagen auf, die bereits Anfang des Jahres bei etlichen Bands und neuen Alben zu finden waren, sich aber letztlich nicht durchgesetzt haben. Harmjoy greifen hier noch mal auf dieses Stilmittel zurück, stören damit aber eher den eigenen Melodiefluss. Zum Abschluss gibt es noch eine Remix-Version von „The Quiet“ auf die Ohren. Rotersand haben sich das Stück vorgenommen und deutlich aufgepeppt. Hier dominieren klar die Synthbeats, die mächtig drücken und die Vocals als unbedeutend erscheinen lassen. Teilweise sind sie bedrohlich an der Schmerzgrenze, verleihen dem gesamten Song dadurch aber eine komplett andere Note.

Fazit: Was uns Harmjoy hier servieren, ist Future-Pop vom Feinsten mit einer Prise Industrial und EBM gewürzt. Eingängig und Dancefloortauglich sind die Stücke nahezu alle, einzig „Submarine“ fällt komplett aus der Rolle und wirkt sperrig. Am meisten überrascht wohl, dass so wenig von Tyske Ludder im Sound von Harmjoy zu spüren ist. Die Vocals wirken in jedem Song entspannt, egal ob sie nun mit treibenden Beats unterlegt sind. DJs werden sicherlich Gefallen daran finden, vor allem, weil bei etlichen Songs ähnlich wie bei „The Quiet“, weitere Remixversionen denkbar sind, die die Stücke härter und damit noch Clubtauglicher machen würden. Aber auch für die heimische Stereoanlage bietet „Silver Lining Of The Mushroom Cloud“ die nötige Abwechslung und den Anspruch, um die Feinheiten in den Lyrics zu entdecken. Harmjoy dürften damit ein sehr gelungenes Debütalbum hingelegt haben, welches nach einer Fortsetzung verlangt.
8.5/10 Punkte

8.5/10 Punkte

Trackliste:
01. Manifesto
02. The Quiet
03. Inside Out (Album Edit)
04. My Tears Fall
05. Pain Decay (Album Edit)
06. Submarine
07. We Can Pass
08. Whispers & Rumors (Album Edit)
09. We keep Circling (BZ Edit)
10. First Person Shooter
11. Your Best Weapon
12. The Quiet (Rotersand Rework)

Album bestellen:
poponaut.de

VÖ: 26.09.2014
Label: 73 Seconds Bismarck Records
Genre: EBM / Electropop / Synth-Pop / Future-Pop

Harmjoy im Web:
Homepage
Facebook

Rating: 5 of 5 Stars! [5 of 5 Stars!]


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